Konzerte 2021

Klavierabend

1. Konzert

Mittwoch,
10. Juli 2021

18:00 und
20:00 Uhr 

Aurelius Braun

Schumann Etudes Symphoniques
Mozart – Sonate in a KV 310
Prokofiev – Sonate No. 3

Mit dem Klavierspiel begann Aurelius im Alter von neun Jahren. 2011 wurde er in die Hochbegabtenförderung der Musikhochschule München aufgenommen und war dort Jungstudent in der Klavierklasse von Prof. Höhenrieder. Nach dem Abitur 2013 wechselte er zu Prof. Klaus Hellwig an die Universität der Künste Berlin. Seit Oktober 2019 studiert er bei Prof. Pavel Gililov den Solisten-Master am Mozarteum Salzburg.

Er ist Preisträger des 24. Internationalen Johannes Brahms Wettbewerbs in Österreich. Beim Wettbewerb Jugend musiziert erzielte er mehrfach Bundespreise.

Jazzkonzert

2. Konzert

Sonntag,
19. September 2021

Set 1: 18:00 – 19:00 Uhr
Set 2: 20:00 – 21:00 Uhr

KLARO!

Karolina Strassmayer – Altsaxophon, Flöte
David Friedman – Vibraphon
Drori Mondlak -Schlagzeug

KLARO! verbindet die Lyrik der europäischen Klassik und Folklore mit der rhythmischen Kraft des amerikanischen Jazz und der harmonischen Raffinesse der zeitgenössischen Musik. Der musikalische Bogen spannt sich von kraftvoll, spritzigen Grooves zu poetischen Balladen und explosivem Swing. Egal in welchem Genre sich die Musiker von KLARO! bewegen, ihre Musik ist stets voller Passion, Neugier und Lebenslust.

Klaviertrio-Abend

3. Konzert

Sonnabend,
16. Oktober 2021

18:00 und
20:00 Uhr 

Linos Piano Trio

Prach Boondiskulchok, Piano
Konrad Elias-Trostmann, Violine
Vladimir Waltham, Violoncello

„Virtuosität, Geistesgegenwart und Witz“: das hatte die Süddeutsche Zeitung über die Mai 2020 veröffentliche Debut-CD des 2007 in London gegründeten Linos Piano Trios zu sagen. Die Gewinner des 1. Preises und des Publikumspreises der 2015 „Melbourne International Chamber Music Competition“ gelten zunehmend als eins der dynamischsten und kreativsten Klaviertrios Europas.

Werke von Haydn
und Janácek

Joseph Haydn
(1732 – 1809)

Streichquartett op. 20/5 f-moll
– Moderato
– Minuetto
– Adagio
– Fuga con 2 soggetti

Joseph Haydn
(1732 – 1809)

Streichquartett op. 9/5 B-Dur
– Poco Adagio con variazioni – Menuetto allegretto
– Largo cantabile
– Presto

Leoš Janáček
(1854 – 1928)

Zweites Streichquartett (1928) „Intime Briefe“ (rekonstruiert nach der ursprünglich vom Komponisten beabsichtigten Version
für Viola d’amore)
– Andante
– Adagio – Presto – Grave
– Moderato – Presto
– Allegro

 

Daniel Sepec und Konstanze Lebs, Violinen
Yuko Hara, Viola und Viola d’amore
Nuala McKenna, Violoncello

Daniel Sepec studierte in seiner Heimatstadt Frankfurt bei Dieter Vorholz sowie in Wien bei Gerhard Schulz. Zusätzlich besuchte er Meisterkurse bei Sandor Végh und dem Alban-Berg-Quartett. Seit 1993 ist Daniel Sepec Konzertmeister der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, mit der er ebenfalls regelmäßig solistisch auftritt. Von 2010 bis 2014 unterrichtete er als Professor an der Hochschule für Musik in Basel. 2014 bekam er einen Ruf für eine Professur an die Musikhochschule Lübeck.

Die Geigerin Konstanze Lerbs studierte in Hannover und Köln. Zum Aufbaustudium bei Rainer Kußmaul wechselte sie an die Musikhochschule Freiburg und studierte außerdem Barock-Geige in Trossingen. Es folgten zahlreiche Auftritte als Solistin und in Kammermusikensembles, bis sie 1995 Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen wurde.

Yuko Hara, geboren 1987 in New York, studierte an der Tokyo University of the Arts sowie am Konservatorium in Genf und an der Musik-Akademie Basel. Sie ist Preisträgerin des Lionel Tertis International Viola Competition, des Tokio Musikwettbewerbs und des Internationalen Osaka Kammermusikwettbewerbs. Als Solistin trat sie mit dem Japan Philharmonic Orchestra auf. Seit dem Ende ihrer Akademiezeit ist Yuko Hara als vielfältige Künstlerin in Europa sowie Asien unterwegs. Auch der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist Yuko Hara als Gastmusikerin eng verbunden. 

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Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR

Schon mit vier Jahren erlernte Nuala McKenna zunächst das Klavierspiel unter der Leitung ihres Vaters, bevor sie wenig später das Cello für sich entdeckte. Nach ihrem Studium bei Prof. Ulf Tischbirek (Hochschule Lübeck), Jean-Guihen Queyras (Freiburg), Ivan Monighetti (Basel) und Conradin Brotbek (Stuttgart) schloss die Musikerin ihr Masterstudium bei Prof. Conradin Brotbek ab. Seit 2012 ist die Deutsch-Irin Mitglied des Balthasar-Neumann-Ensembles. Als Finalistin des Dutch Classical Talent Awards spielte McKenna in der Saison 2018/19 eine Solotournee, die durch alle renommierten Säle der Niederlande führte. Seit Februar 2020 ist Nuala McKenna als Stimmführerin Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Die „Erfindung“ des Streichquartetts wird heute meist Joseph Haydn zugesprochen, obwohl etwa zeitgleich auch Luigi Boccherini in Mailand anfing, für die Besetzung von zwei Geigen, Bratsche und Cello Kammermusik zu schreiben. Die unglaubliche Entwicklung von leichten Divertimenti zu ausgefeilten, komplexen und trotzdem unterhaltsamen Werken der späteren Zeit setzte Maßstäbe für die Komponisten der nächsten Generation.
Op. 20/5 gehört in die Reihe der sogenannten Sonnenquartette (nach der Sonne auf dem Einband einer frühen Ausgabe), die, wie es meistens der Fall war, in einer Sammlung zu sechs Stücken herausgegeben wurde. Seit den frühen Divertimento-Quartetten waren zehn Jahre vergangen, bis Haydn sich 1769 dem Genre wieder zuwandte und innerhalb von drei Jahren die Opera 9, 17 und 20 schrieb. Op. 20 wird allgemein als großes Experimentierfeld bezeichnet, ein Ausprobieren in alle Richtungen mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen, darunter zwei Quartetten in Moll – für ein Genre, das vor allem freundliche Abendunterhaltung bieten sollte, eher ungewöhnlich.

Die Quartette op. 9 sah Haydn als den eigentlichen Beginn seiner Kompositionen für Streichquartett. Ein wesentlicher Faktor für die erneute Beschäftigung mit dieser Besetzung dürfte die Anwesenheit Luigi Tomasinis als neuer Konzertmeister der Hofkapelle gewesen sein. Schon der erste Satz, ein Poco Adagio mit vier Variationen, ist ganz auf einen Virtuosen zugeschnitten. Nur im Dialog der zweiten Variation kommen auch die anderen Stimmen kurz zu Gehör, ansonsten darf der Primarius in jeder Variation brillieren, bis in der letzten zur Ausgangsstimmung zurückgekehrt wird. Das Menuett kommt volksmusikalisch-derb daher, während das Largo Cantabile in Es-Dur eine große Gesangsszene der Sologeige zu sein scheint. Im Verlauf haben die anderen Stimmen deutlich mehr Anteil an der Gestaltung als bisher, am eindrucksvollsten jedoch bleibt die Kadenz der ersten Stimme in beiden Teilen des Satzes, die in schwindelerregende Höhen führt. Auch das Schluss-Presto stellt wieder die Virtuosität des Primgeigers in den Vordergrund.

Leoš Janáčeks zweites Streichquartett vom Jahr 1928 mit dem Titel „Intime Briefe“ war eine persönliche Liebeserklärung an die 38 Jahre jüngere Kamila Stösslova und gleichzeitig ein öffentliches Bekenntnis. Seinen Freund Max Brod fragte er: „Ist es möglich, öffentlich zu sagen, auf welche Person sich meine Motive beziehen? Würde es schlecht aufgenommen werden, wenn dieses geistige Verhältnis, diese künstlerische Beziehung offen eingestanden würde? Natürlich braucht man das Einverständnis der betroffenen Person. Sie will es, weil wir beide, sie und ich, von dem Verdacht einer anderen Art von Beziehung, als es unsere rein geistige ist, erlöst sein wollen.“

Es gibt kein offizielles „Programm“, aber brieflich äußert sich Janáček über den Inhalt der vier Sätze: 1. Satz „meine Eindrücke, als ich Dich zum ersten Mal sah“. Er beginnt mit einem „Thema des Mannes“, direkt gefolgt vom „Thema der Frau“ in der Bratsche, für die er im Entwurf eigentlich eine Viola d’amore vorgesehen hatte – vermutlich war ihm das denn doch zu plakativ, ganz abgesehen von den klanglichen Komplikationen. 2. Satz: „Heute habe ich mein zärtlichstes Verlangen in Tönen geschrieben…Genau wie Du bist, von Tränen in Lachen wechselnd, so klingt es.“ 3. Satz: „Heute beendete ich die Nummer, in der die Erde bebt. Es wird der beste Satz sein…Wie hätte ich nicht beglückt sein können, als ich fühlte, dass die Erde vor Freude unter mir bebte?“ 4. Satz: „Er wird wie die Furcht um Dein Wohlergehen sein…Doch er wird nicht mit der Furcht um mein schönes Wiesel enden, sondern mit großer Sehnsucht, die sich aus sich selbst heraus stillt.”

Der Komponist dieses leidenschaftlichen, wilden und zärtlichen Stückes starb wenige Monate nach seiner Fertigstellung an den Folgen einer Lungenentzündung. Seine Frau Zdenka überlebte ihn um zehn Jahre, Kamila Stösslova nur um sieben.
( Text: Anja Manthey)

Streichquartett Abend

4. Konzert

Freitag,
19. November 2021

19:00 Uhr 

Daniel Sepec, Violine
Konstanze Lerbs, Violine
Yuko Hara, Viola
Nuala McKenna, Violoncello

Mitglieder der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen

Seit 1993 ist Daniel Sepec Konzertmeister der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen, mit der er ebenfalls regelmäßig solistisch auftritt.
Von September 2010 bis Juli 2014 unterrichtete er als Professor an der Hochschule für Musik in Basel. 2014 bekam er einen Ruf für eine Professur an die Musikhochschule Lübeck.